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"Das macht Flatline zu einem spannenden aber dennoch sehr persönlichen Thriller." X-Zine


"Erwin Kohl kann's einfach."

Jens Dirksen, Neue Ruhr Zeitung - Feuilleton


"Was soll man hierzu noch sagen: Erwin Kohl darf man sich einfach nicht entgehen lassen- Gänsehaut pur!!"

www.toms-krimitreff.de


"Kommissar Joshua Trempe bleibt mit all seinen Macken ein sympatischer Titelheld" NRZ Wesel


Von Krimiautor zu Krimiautor: Thomas Hesse („Die Füchse“) befragt Erwin Kohl zum neuen Buch „Flatline“

Rheinische Post


"Super! Macht neugierig auf die vergangenen und kommenden Fälle des Joshua Trempes." - Regina Hackl für www.S60.at


"Vorspeise "Mord" - am besten frisch" Rheinische Post Kleve


Rezension von Arielen
Aus der Reihe "Joshua Trempe"
„Flatline“ ist bereits der dritte Joshua Trempe-Roman aus der Feder von Erwin Kohl. Nach „Zugzwang“ und „Grabtanz“ entwirft er ein weiteres böses Schreckensszenario, das sich aus scheinbar erklärlichen Morden entwickelt und sich zu einer Katastrophe ausweiten könnte. Wieder spielt die Geschichte am Niederrhein zwischen Krefeld und Düsseldorf.
Die Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund darin, dem Ableben zweier junger Männer in Düsseldorf und Krefeld weiter nach zu gehen, denn sie rechnet sie zu den üblichen Drogentoten. Obwohl die beiden Studenten an einer Überdosis Heroin gestorben sind und damit ihre Todesursache klar zu sein scheint, ist der LKA-Ermittler Joshua Trempe anderer Ansicht. Nicht nur, dass die beiden Toten weder von ihrem Vorleben noch ihrem Profil her wie Drogensüchtige wirken, sie verbindet auch noch etwas. In ihrem Blut wimmelt es von künstlich manipulierten Hepatitis-Erregern. Sehr schnell kommt er dahinter, dass die Studenten sich als Probanden für medizinische Experimente gemeldet hatten, um sich etwas Geld dazu zu verdienen.
Trempe wittert illegale Machenschaften, vor allem als ein vermeintlicher Selbstmörder ähnliche Konzentrationen an Viren in seinem Blut aufweist. Selbst sensibilisiert durch das langsame Dahinsiechen seines Freundes Jack Holsten, der an dem unheilbaren Dengue-Schock-Syndrom leidet, geht er der dünnen Spur nach und trifft dabei auf ein Nest von verbotenenen Forschungen, skrupellosen Geschäften und Intriganten, die bereit sind, über Leichen zu gehen.
Unerwartete Schützenhilfe erhält er dabei vom Vater eines der Toten, der selbst vor vielen Jahren aus Deutschland fliehen musste, und auf erstaunliche Art und Weise mit Trempes Familie verbunden ist.
Wie immer gelingt es Erwin Kohl aus vermeintlich alltäglichen Fällen eine Geschichte mit Thrillerqualitäten zu entwickeln. Wieder einmal sind Routineuntersuchungen der Auftakt zu einer Enthüllung von Intrigen und Machenschaften, die in unserer heutigen Zeit sogar problemlos vorstellbar sind - nachdem Erreger wie der Vogelgrippe-Virus die Menschen in angst und Schrecken versetzt haben.
Die aktuell-brisanten Themen vermischt er diesmal allerdings mit sehr persönlichen Erlebnissen Joshua Trempes, der zwischen friedlichem Familienleben und der ohnmächtigen Verzweiflung dahin pendelt, seinem sterbenden Freund nicht helfen zu können. Das bringt ihn diesmal näher an den Leser als in den Romanen zuvor, da man seine Gefühle und die Triebfeder seiner Handlungen durchaus nachvollziehen kann.
Vielleicht macht es sich der Autor am Ende etwas zu einfach, da die Auflösung aller Handlungsstränge doch recht simpel ist, diesmal verzeiht man ihm das durch die warmherzige Schilderung seines Helden und einiger anderer Figuren.
Das macht „Flatline“ zu einem spannenden aber dennoch sehr persönlichen Thriller, der ein aktuelles Thema mit glaubwürdigen Menschenschicksalen verbindet und am Ende sogar ein wenig zum Nachdenken anregt. Auch die virologischen Schilderungen wirken sehr glaubwürdig, man merkt, dass der Autor ausgiebig recherchiert und kompetente Informanten für das Buch zu Rate ziehen konnte.

www.x-zine.de


Erwin Kohl kann’s einfach. Sogar als Wiederholungstäter: „Flatline“ ist jetzt schon sein dritter Fall rund um den niederrheinischen Kommissar Trempe, und es ist sein bislang bester. Das Fundament: eine gut recherchierte, faktensichere Story um Bankräuber und Pharmaforscher zwischen Düsseldorf und Buenos Aires. Die überschaubar verflochtenen Handlungsfäden dazwischen sind zum Teil mit einer kleinen, augenzwinkernden Hilfe des Zufalls verknüpft. Und auch wenn in „Flatline“ eine ganze Menge telefoniert wird – es geht überhaupt nicht um die mehr oder minder kriminellen Machenschaften unserer Kommunikationsdienstleister. Der Titel leitet sich vielmehr vom Monitorbild bei Herzstillstand ab. Im Gegensatz dazu steigt die Spannungskurve des Romans jedoch ständig an - bis zu einem Showdown, der nur scheinbar das Ende der Geschichte ist. Denn Kohl legt noch einmal nach, einen Bonus-Showdown, sozusagen. Das eigentliche Pfund des Erwin Kohl aber sind seine Figuren: keine Typen, sondern Menschen, die wahrscheinlich irgendwann schon einmal bei uns nebenan gewohnt haben, bevor sie dann in einen Roman eingestiegen sind. Schon deshalb hat Joshua Trempe selbstverständlich das Zeug zum Kultkommissar.

Jens Dirksen, Neue Ruhr Zeitung - Feuilleton


Helfen kann nur der skrupellose Mörder

LESEN. Der Weseler Erwin Kohl hat mit "Flatline" seinen dritten Krimi geschrieben und wieder für viel Spannung gesorgt.


WESEL. Wahrscheinlichkeiten gibt´s für Joshua Trempe nicht. Solange der Fall nicht absolut eindeutig ist, würde der LKA-Fahnder ihn nie abschließen. Das gilt auch für Ermittlungen in Krefeld und Düsseldorf. Dort sind zwei Drogentote gefunden worden, die eines gemeinsam haben: ein fast gleichlautendes Obduktionsergebnis. Für die Staatsanwaltschaft nichts Auffälliges, für Kommissar Trempe dagegen höchste Alarmstufe - und für die Leser des neuen Krimis "Flatline" von Erwin Kohl ein spannendes Vergnügen.
Im Körper der angeblichen Drogentoten befinden sich hohe Zahlen künstlich manipulierter Hepatitis-Erreger, ohne dass sie aber Anzeichen für eine Erkrankung zeigten. Als sich dann im Blut eines vermeintlichen Selbstmörders eine ganze Reihe lebensbedrohender Viren nachweisen lassen, an der Spitze eine bislang unbekannte Mutation des H5N1-Erregers, dem Vogelgrippe-Virus, ist Trempe bis in die Haarspitzen sensibilisiert. Denn sein Freund und Kollege Jack Holsten ringt mit dem Tod. Er leidet unter dem Dengue-Schock-Syndrom, und Trempe wird klar, dass nur noch der universelle Impfstoff helfen kann, der sich im Besitz des Mörders befindet. Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt, denn der LKA-Ermittler will unter gar keinen Umständen die "Flatline", die Null-Linie im EEG seines Freundes, die dessen Tod anzeigen würde, auf den Geräten der Intensiv-Station sehen.
Der Weseler Autor Erwin Kohl hat wie auch schon bei seinen ersten beiden Krimis "Zugzwang" und "Grabtanz" genauestens recheriert und komplizierte Zusammenhänge verständlich dargestellt. Seine Hauptfigur, Kommissar Joshua Trempe, bleibt mit all seinen Macken ein sympatischer Titelheld, den der Leser gerne auch weiter beobachten und begleiten möchte. (M.B.) Der Krimi "Flatline" von Erwin Kohl ist gerade im Gmeiner-Verlag erschienen und kostet 9.90 Euro.

Neue Ruhr Zeitung Wesel


Lesepremiere in der Pathologie
(RP) Von Krimiautor zu Krimiautor: Thomas Hesse („Die Füchse“) befragt Erwin Kohl zum neuen Buch „Flatline“
Seine letzte Premierenlesung war in der Büdericher Sargfabrik, heute startet der Gindericher Autor Erwin Kohl die öffentliche Präsentation seines neuen Kriminalromans „Flatline“ (Gmeiner Verlag, 325 Seiten, ISBN: 978-3-89977-715-4; 9,90 Euro) in der Pathologie in Moers. Von Krimiautor zu Krimiautor: RP-Redaktionsleiter Thomas Hesse, selbst Regionalkrimi-Schreiber („Die Füchse“), sprach mit dem linksrheinischen Kollegen über die Szene, Joshua Trempes dritten Fall und die neuen Ansprüche der Leser.


Hesse: Erst Sargfabrik, dann Pathologie zur Premiere – reicht eine schlichte Lesung nicht mehr aus?


Kohl: Das Krankenhaus Bethanien in Moers passt zum Buch, zum Thema und zur Handlung. Die Lesung ist mit 100 Karten schon ausverkauft, und dazu gehört eine Pathologie-Führung. Simples Buchvorlesen funktioniert nicht mehr. Alles ist ein Event, die Eventisierung schreitet heute überall fort.


Hesse: Und da meint man, es gilt das geschriebene und vorgelesene Wort.


Kohl: Das stimmt auch, aber die Präsentation wird immer wichtiger. Ich denke mir schon Monate, bevor ein Buch herauskommt, etwas aus. Die Umsetzung ist nicht immer einfach. Bethanien hat mich sofort unterstützt, unter anderem ist auch das Schlosstheater einbezogen. Ich habe ein Krankenhaus mit Pathologie für die Premierenlesung gesucht. Erst wollte ich die Uni-Klinik Düsseldorf, die mich bei den Recherchen sehr unterstützt hat. Aber das war nicht möglich. Die Moerser waren hingegen sofort von der Lesungsidee begeistert.


Hesse: Düsseldorf, Krefeld, große Kliniken, LKA – ist Ihnen die Krimi-Region zu klein, ziehen Sie in die Welt hinein?


Kohl: Ich bleibe Niederrheiner und werde hier immer wieder Handlungsorte haben. Aber Joshua Trempe, meine Hauptfigur, ist LKA-Fahnder, es geht um Serienmorde, und da kann man nicht in Wesel oder Kamp-Lintfort eine heimatlichen Roman schreiben. Das ist aus realistischen Hintergründen nicht möglich. Die Joshua-Trempe-Fälle kann man nicht kleinstädtisch ansiedeln. Das geht mit meinen Plots nicht mehr.


Hesse: Heißt das auch, dass der Einzugsbereich vergrößert wird, weil sich so mehr verkaufen lässt?


Kohl: Klar, dass dies interessant ist für einen Regionalkrimi. Der Verlag möchte gern viel Lokalkolorit. Das geht nicht immer. Ich möchte auch keinen Ort am Niederrhein mit greulichen Taten, die ich beschreibe, schlecht machen. Das LKA Düsseldorf hat einen größeren Einzugsbereich. Ich bin hauptberuflicher Autor, und will mich natürlich NRW-weit bekannt machen.


Hesse: Ihre Geschichten sind härter, amerikanischer geworden, die Sprache kürzer, schneller als in den ersten, etwas einfachen Krimis.


Kohl; Das ist mir nicht so bewusst. Aber ich hätte gerne noch mehr Tempo, nur wollen das meine Testleser und der Verlag nicht. Zügig und prägnant müssen meine Romane sein. Ich bin kein Landschaftsmaler, ich will eine schnelle Geschichte, die den Leser fesselt.


Hesse: Finden Ihre weiblichen Leser so viel Rasanz und relativ viel Härte gut?


Kohl: Mein Lesepublikum besteht zu 70 Prozent aus Frauen, meine Testleser sind auch Frauen, und die sind sehr zufrieden mit meiner Schreibweise und dem aktuellen medizinischen Thema in „Flatline“. Aber ich weiß: diese Geschichte polarisiert, die Reaktionen waren bisher so. Es ist ein außergewöhnlicher Fall, der Hintergrund hat. Denn in Gent wird derzeit ein universeller Impfstoff gegen alle Grippeviren entwickelt. Da muss getestet werden . . .


Hesse: Klingt kompliziert


Kohl: Das ist nicht so einfach. Aber auf 300 Seiten geschieht so viel, dass die medizinischen Belange nicht überhand nehmen. Es gibt keine fachmedizinischen Ausflüge.


Hesse: Wie lange brauchen sie für einen Krimi?


Kohl: Neun Monate von der ersten Idee bis zum letzten Redigieren. Das reine Schreiben dauert drei bis vier Monate. Dann entstehen fünf bis sechs Seiten am Tag und an sieben Tagen die Woche.

Thomas Hesse, Rheinische Post


Vorspeise "Mord" - am besten frisch

01.04.2007 / LOKALAUSGABE / KLEVE

LITERATUR. Krimiautor Erwin Kohl las aus seinem Buch "Flatline" - zu Thunfisch und Steak
GOCH. Frisch ist er am besten. Der Thunfisch, der Salat, der Mordfall. Garniert mit Zwiebeln und Pistole. Damit man etwas zu knabbern hat. Blut fließt in den Magen, der ordentlich zu verdauen hat. Und Blut fließt in den Kopf. Denn auch der muss erst einmal verdauen, was ihm zu den Ohren hereinkommt. Schlecht, wenn es sich dabei um eine Kugel handelt. So geht es zu, wenn ein Krimiautor und ein Gastwirt zusammen einen Coup aushecken.
"Sich einfach in einen Lehnstuhl setzen und Leuten etwas vorlesen, das funktioniert heute nicht mehr", erklärt Erwin Kohl, Krimiautor aus Wesel. Immer mehr Restaurants buchen ihn - zur Frühstückslesung ebenso wie zum Galadinner. Das Rezept: Erst macht ein Saxophon schön-schaurige Musik (Maike Terlinden). Sogleich machen sich Bilder im Hirn breit, Bilder von Nebel, Regen, Asfalt. Dann liest Kohl einige Kapitel seines jüngsten Buches, die Appetit machen auf mehr. Es folgt: die Vorspeise. Genauso war es auch bei seiner Lesung im Gocher Restaurant "Jan an de Fähr". Etliche Krimihungrige hatten sich am liebevoll dekorierten "Tatort" versammelt. Zum Essen, zum Zuhören, zum Grübeln.
Wobei die Wirtsleute in Goch sich etwas Besonderes ausgedacht hatten: Alle Gerichte, die serviert wurden, stammen aus "Flatline", Kohls jüngstem Krimi. Das gab es vorher noch nie. Kohl: "Ich war bei meinen Recherchen auf ein Gericht gestoßen, dass sich in Buenos Aires großer Beliebtheit erfreut, hatte aber ehrlich gesagt keine Ahnung, wie das eigentlich schmeckt." In "Flatline" - auch Niederrheinkrimis können weltläufig sein - spielt eine Nebenhandlung in Argentinien. Da muss man als Autor natürlich wissen, was man dort üblicherweise isst, damit die Handlung auch authentisch rüberkommt. Die Gocher Krimifans konnten den argentinischen Geschmack überprüfen.
Besser so, als wenn man es den Pathologen nachmacht. Bei seinen Recherchen im Rechtsmedizinischen Institut Düsseldorf ist Kohl nämlich auf Essweisen gestoßen, die Außenstehenden erst einmal wenig appetitanregend vorkommen dürften. "Die Mediziner dort kauen tatsächlich auf Mettbrötchen herum, während sie einer Leiche die Schädeldecke aufschneiden." - Da sitzt man als Krimifan wohl lieber gepflegt im Restaurant und wartet genüsslich auf den nächsten Mord.
IM BUCHHANDEL
"Flatline" ist der inzwischen fünfte Krimi von Erwin Kohl. Er ist als Taschenbuch im Gmeiner-Verlag erschienen (ISBN 978-3-89977-693-4) und kostet 9,90 Euro. Die erste Auflage ist wohl bald vergriffen, eine zweite Auflage ist aber bereits in Arbeit. (A.D.)
ANDREAS DAAMS, Rheinische Post Kleve


 

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