"Die Miss Marple vom Niederrhein
ermittelt am Tatort Annaberg"
Carmen Friemond für die NRZ / WAZ
Nina Meyer, Niederrhein Nachrichten
"Achtung, Mutter Grimm ermittelt"
Carmen Friemond für die NRZ / WAZ
"Liebenswerter Häkel-Krimi mit Miss Marple Charme"
Krimi-Rezension von Chloé E. Cingöz
FP Caruso, amazon.de
Rheinberg. Die Underbergs liegen hier.
Auch die Schiffers sowie Ohmen Hendrek. Und Gisbert Gesdonk. Pardon, der liegt
nicht mehr, der lag. Das ruft Gertrud Grimm, die Miss Marple vom Niederrhein,
auf den Plan. Die ist eine Schöpfung des Krimiautors Erwin Kohl.
Gisbert Gesdonkr wurde ausgebuddelt, bei Nacht und Nebel auf dem Annaberg-Friedhof
in Rheinberg. Was sich bei Underbergs, Schiffers und Ohmen Hendrek keiner
trauen würde. Sie gehörten ja auch ins richtige Leben, Gisbert Gesdonk
dagegen ist eine Romanfigur. Eine verstorbene, und dass er ausgegraben wurde,
ruft Gertrud Grimm auf den Plan. Bei Fans von Niederrhein-Krimis dürfte
der Groschen jetzt fallen: Gertrud Grimm ist die Miss Marple vom Niederrhein,
manchmal etwas nervig, aber mit so viel Mutterwitz und Verstand und Scharfsinn
ausgestattet, dass sie jeder gerne zur Mutter oder Oma hätte.
Signierstunde am Samstag
Ihr Vater ist Krimiautor Erwin Kohl. Gertrud Grimm löst jetzt ihren fünften
Fall - dieses Mal in Rheinberg. „Das Hornveilchenindiz“ ist ab
sofort im Handel erhältlich, am Samstag gibt’s mit Erwin Kohl eine
erste Signierstunde (siehe Infobox).
Viel mehr, als dass jemand ausgebuddelt wird, soll an dieser Stelle noch nicht
verraten werden. Der Tipp: Selber lesen, es lohnt sich wirklich. Nicht nur,
weil sich der Leser angesichts bekannter Orte und Plätze gleich zu Hause
fühlt, sondern weil die wie immer mit einem Augenzwinkern geschriebene
Story spannend und stimmig ist.
Nach wie vor besticht Erwin Kohl mit seinen Figuren. Für ihn das Wichtigste
bei jedem Roman. Kein Wunder, denn die blieben den Menschen im Gedächtnis,
„die Handlung hat doch jeder nach einem halben Jahr wieder vergessen“.
Er erinnert an eine Umfrage in England. Die Interviewpartner sollten die Handlung
des Christie-Klassikers „16.50 Uhr ab Paddington“ wiedergeben.
Das konnten gerade mal fünf Prozent. Aber 98 Prozent wussten auf Anhieb,
wie die Detektivin in diesem Buch heißt. Miss Marple natürlich.
Und so ist es kein Wunder, dass Gertrud Grimm bei Kohls Lesungen, bei Gesprächen
etc. immer das Hauptthema ist.
Woher kennen Sie meine Mutter?
„Woher kennen Sie meine Mutter?“ wird er oft gefragt. Kennt er
natürlich nicht. Aber solche Anmerkungen sind für ihn das schönste
Kompliment.
Premierenlesung
Samstag ist Signierstunde
Seit wenigen Tagen ist der neue Krimi von Erwin Kohl „Das Hornveilchenindiz“
in den Buchhandlungen. Am Samstag, 13. August, gibt es zwischen 11 und 12
Uhr eine Signierstunde in der Buchhandlung Schiffer/Neumann in Rheinberg.
Die Premierenlesung beginnt am 29. Oktober um 19.30 Uhr in der evangelischen
Kirche in Rheinberg. Mit dabei ist das Ensemble „Theater MaX“,
es spielt einige Szenen aus dem Roman nach. Für die Musik sorgt das Sonsbecker
A-capella-Quartett „GMBH“. Im Eintrittspreis von 12,50 Euro ist
ein Sektempfang enthalten, in der Pause gibt es Snacks. Karten für den
29. Oktober sind ab sofort erhältlich in der Buchhandlung Schiffer und
in der Logopädischen Praxis Stefan Koch, Xantener Straße 22.
Erwin Kohl liest viele Zeitungen. Schließlich ist der gelernte Postler,
der schon viele Berufe hatte - unter anderem betrieb er früher das Rheinberger
Kino - als Journalist tätig, er arbeitet bekanntlich auch für die
NRZ/WAZ Rheinberg. Und in dieser Zeitung las er damals auch, dass ein Flick-Sprössling
samt Sarg aus seinem Grab in Österreich geraubt worden war.
„Warum macht man so was?“ habe er sich damals gefragt. Die Antwort
gibt er selbst, auf 250 Seiten.
Humor gehört dazu
Natürlich kennt Kohl Rheinberg, aber trotzdem hat er für seinen
Roman gründlich recherchiert. Sich zigmal auf dem Friedhof am Annaberg
umgesehen, auch nachts war er dort. Da ein Pfarrer eine nicht unwesentliche
Rolle spielt, hat er sich einen fachkundigen Berater gesucht. Udo Otten, Pfarrer
der evangelischen Gemeinde Rheinberg, hat dem Schriftsteller so manche Flausen
ausgetrieben.
So geisterten im Gegensatz zu düsteren Spießgesellen reale Pfarrer
nicht nachts auf Friedhöfen herum - warum auch? Neben dem Heimatort von
Gertrud Grimm, der Stadt Wesel, und dem Friedhof an der Römerstraße,
gibt’s noch mehr Lokalkolorit, nämlich so manchen Abstecher nach
Alpsray. In die Dahlienstraße 75. Eine fast echte Adresse. Die Dahlienstraße
gibt’s natürlich, aber nicht die Nummer 75. Auch solche Sachen
checkt der 50-jährige gebürtige Alpener, der heute in Ginderich
lebt, gründlich im Vorfeld ab.
„Das Hornveilchen-Indiz“ ist nicht nur ein Krimi, sondern auch
eine Krimi-Komödie, wie Erwin Kohl es ausdrückt. Viel feinsinniger,
hintergründiger Humor steckt darin, auch ein bisschen Loriot. Kohl, der
selber auch Krimis liest (und zwar nur Krimis, Krimis und immer wieder Krimis),
setzt ganz bewusst auf das Stilmittel Humor.
Können nicht alle depressiv sein
So habe er früher viel Mankell gelesen, auch andere Skandinavier, irgendwann
habe er sich aber gesagt, es könne doch nicht sein, dass alle Kommissare
sich am Rande einer Depression befinden, einen mehr als ungesunden Lebenswandel
pflegen und angehende Alkoholiker sein würden. „Ich wollte bewusst
etwas anderes schaffen.“ Zum Glück. Weil es sonst Gertrud Grimm
nicht gäbe.
Carmen Friemond, NRZ / WAZ
Niederrhein. Bei Agatha Christie ist es
ein Wachsblumenstrauß, der den Mörder im Krimi überführt,
bei Erwin Kohl sind es einfache Hornveilchen. Doch nicht nur botanische Indizien,
auch die Hauptfiguren der beiden Autoren weisen starke Parallelen auf. Mit
seiner "Mutter Grimm" hat der gebürtige Alpener ein gelungenes
Pendant zur britischen Königin der privaten Ermittlung, Miss Marple,
geschaffen.
Bereits zum dritten Mal wittert die rüstige Seniorin dort schon längst
Mord, wo die Polizei noch Däumchen dreht. "Das Hornveilchen-Indiz"
heißt Kohls dritter "Mutter-Grimm" Krimi, der nun im Droste
Verlag erschienen ist.
Für ihren dritten Fall hat der Droste Verlag der Detektivin Gertrud Grimm
und ihrem Sohn Heinrich, einem pensionierten Kommissar, ein neues Cover-Design
spendiert. In ansprechender Comic-Optik und mit dem liebreizenden Konterfei
einer tweedtragenden Mutter Grimm mit frisch gelegten grauen Locken präsentiert
sich das Hornveilchen-Indiz. Aber auch die beiden ersten Fälle "Die
Motte" und "Schwarzes Wasser" sind nun im entsprechend gestalteten
Sammelband erhältlich.
Nach einer kopflosen Leiche in der Alpener Motte und einem toten Obdachlosen
am Ufer des Schwarzen Wassers im Diersfordter Wald bei Wesel sorgt nun das
leere Grab von Pfarrer Gesdonk auf dem Rheinberger Annafriedhof für Verwirrung.
Wer stiehlt eine drei Monate alte Leiche? Und warum? Während die Profis
vom KK1 der Weseler Polizei sich von der rüstigen Detektivin nur langsam
auf die richtige Spur bringen lassen, nimmt Gertrud Grimm die Ermittlungen
mit nicht immer ganz lupenreinen Methoden selbst in die Hand. Dabei gibt es
ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten, aber auch Mutter Grimms neuer
"Chauffeur" hinterlässt seine eigenen Spuren.
Auf 250 humorvollen Seiten entwickelt Erwin Kohl einen charmanten Niederrheinkrimi,
der raffiniert statt blutrünstig ist. Weniger Nervenkitzel als vielmehr
Überraschungseffekt machen hier das Lesevergnügen aus.
Nina Meyer, Niederrhein Nachrichten
Rheinberg. Am Samstag,
den 29. Oktober, liest der Krimiautor Erwin Kohl erstmals aus dem „Hornveilchenindiz“.
Die Geschichte spielt unter anderem auch in Rheinberg.
Irgendwann hatte Erwin Kohl genug. Genug von schwermütigen Kommissaren
und Privatdetektiven, die in der Regel in Skandinavien leben und arbeiten,
sich ungesund ernähren, weil sie selbst nicht für sich sorgen können
und die Beziehung längst zerbrochen ist, die meistens ein Alkoholproblem
haben und Schwierigkeiten mit sich selbst sowieso. Wie gesagt, genug, so etwas
wollte Kohl nicht mehr lesen. Und glücklicherweise auch nicht schreiben.
Eine Einstellung, die seinen Lesern Gertrud Grimm beschert hat. Die ermittelt
jetzt wieder. „Das Hornveilchenindiz“ heißt Kohls neuer
Roman, am Samstag gibt es dazu die Premierenlesung in der evangelischen Kirche.
Das Ganze spielt in Rheinberg, ein wichtiger Schauplatz ist der Friedhof am
Annaberg. Natürlich macht es Spaß, beim Lesen auf vertraute Orte
zu stoßen, weil sich dann noch schneller Bilder im Kopf formen, aber
das Buch ist auch bestens für Nicht-Rheinberger geeignet, weil es einfach
ein guter Krimi ist. Ortskundige erkennen allerdings, dass der Autor gründlich
recherchiert hat.
Ein nervöser Dackel, eine menschliche Rippe und eine Menge Hornveilchen,
die nicht da blühen, wo eine Pfarrerswitwe sie eigentlich blühen
lassen wollten - diese drei Kriterien machen Gertrud Grimm neugierig. Im „Hornveilchenindiz“
ist sie zum unbestrittenen Star unter den Protagonisten geworden, Sohn Heinrich
bleibt dieses Mal eher im Hintergrund.
Menschen wie du und ich
Wer die Vorgängerromane von Kohl kennt, trifft auf viele alte Bekannte.
Und wie immer fällt auf, dass Kohl seine Figuren liebevoll und detailreich
zeichnet, sie sind wirklich menschlich. Was mit der Lebenserfahrung und dem
Lebensweg des Autors zu tun haben mag, er hat unter anderem als Eisverkäufer,
Taxifahrer, Wirt, Partnervermittler, Filmvorführer und vieles mehr gearbeitet.
Da hat er die Menschen kennengelernt, dem Volk aufs Maul geschaut. Das macht
seine Dialoge so stimmig, nichts ist gekünstelt, seine Figuren sind wirklich
lebendig und jeder kann sich in ihnen wiederfinden. Und wenn es nur die Mordlust
ist, die aufkommt, wenn man nach stundenlangen Versuchen, einen Ikea-Schrank
zusammenzubauen, entnervt aufgibt, weil bestimmte Teile gesondert hätten
gekauft werden müssen...
Und dann ist da ja noch Gertrud Grimm, irgendwo Mitte 70, eine resolute Dame,
die sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt und genau weiß,
was sie will. Schlagfertig, mutig und manchmal am Rande der Legalität
aktiv. Aber so ist das Leben als Privatdetektivin eben.
Keiner muss zwingend die Vorgängerbände „Die Motte“
und „Schwarzes Wasser“ gelesen haben. „Das Hornveilchenindiz“
ist auch für sich betrachtet ein großes Vergnügen. Wer bereits
andere Bücher von Kohl gelesen hat, merkt, dass der Autor sich von Band
zu Band steigert, das war schon beim „Schwarzen Wasser“ so. Die
treue Fangemeinde, die der Autor mittlerweile hat, ist auch ein Beweis für
seine Qualität. Mit dem „Hornveilchenindiz“ hat Erwin Kohl
eine witzige Story mit viel Spannung und einem überraschenden Ende vorgelegt.
Deshalb: unbedingt lesen!
Carmen Friemond für die NRZ / WAZ
Rätselhafte Vorfälle auf dem Rheinberger Friedhof. Ein nervöser Dackel, eine menschliche Rippe und ein Dutzend vertauschter Hornveilchen - für Charlotte Gesdonk gibt es keinen Zweifel: Ihr toter Mann wurde gestohlen. Aber warum?
Neben dem leeren Grab des angesehenen Professors der kirchlichen Hochschule hält ein fingierter Raubzug Gertrud Grimm ganz schön auf Trab. Tatkräftig unterstützt von ihrem jugendlichen Chauffeur macht sich die resolute Dame daran, das Geheimnis des Toten vom Anna-Friedhof zu lüften - und bedient sich dabei nicht immer ganz lupenreiner Ermittlungsmethoden
Einmal Blut geleckt, lässt die rüstige Rentnerin, Frau Grimm, nicht mehr locker! Sie ist der Hauptcharakter im Krimi "Das Hornveilchen Indiz" von Erwin Kohl. Frau Grimm, oder auch Mutter Grimm genannt, ist Detektivin in den Fußstapfen von Miss Marple und hat durch ihre Hartnäckigkeit schon so einige Male der Polizei bei ihren Ermittlungen helfen können.
In "Das Hornveilchen-Indiz", lässt Erwin Kohl, Mutter Grimm zum dritten Mal ermitteln. Leider kenne ich die beiden Vorgängerromane nicht, so dass ich sie nicht vergleichen kann, doch man muss sie nicht kennen, um Spaß an diesem Fall zu haben.
Persönliche Meinung:
4,5 Sterne (von 5 möglichen)
Die Geschichte ist heiter, locker und gehört nicht in die Reihe düsterer oder gar beklemmender Kriminal-Romane, was man schon am witzigen Cover erkennt, jedoch auch ohne Gemetzel und Psychostress bleibt die Story spannend bis zum Schluss.
Nachdem Frau Gesdonk, die Witwe des kürzlich verstorbenen Pfarrers, die Hilfe von Frau Grimms Detektei aufsucht, wittert die Rentnerin gleich einen ernstzunehmenden Fall.
Anfangs sieht alles nach einem Grabraub aus, doch Frau Grimm lässt sich nicht in die Irre führen, selbst dann nicht, als die Polizei sie als senile alte Dame abstempelt. Im Gegenteil, dies spornt sie erst recht an, den Fall zu lösen.
Im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Personen dazu, die im Leben des Pfarrers eine Rolle gespielt haben und man bekommt den Eindruck, dass der ehrenwerte Pfarrer nicht ganz so ehrenwert war oder doch? ;o)
Jedenfalls wird Frau Grimm schnell klar, dass am Tod des Pfarrers etwas nicht stimmt, und es gilt dies aufzudecken mit ihren ganz eigenen Methoden...
Eine spannende Geschichte mit viel Wortwitz, überzeugenden Charakteren und einem überraschenden Ende...
Krimi-Rezension von Chloé E. Cingöz
Das Buch ist eine gelungene Fortsetzung von Die Motte und Schwarzes Wasser und ist ein schöner und gut lesbarer Krimi. Es kommt für mich an Klufti heran und es ist zusätzlich schön, die Orte zu kennen, an denen das Buch spielt. Das aber nicht notwendig; auch Nicht- Niederrheiner werden ihre Freude an dem Buch haben.
Besonders wenn sie die Kindle- Version lesen, denn der Kindle ist die Zukunft des Buches. Lesen macht damit noch mehr Spaß, er ist super für die Reise und zu Hause stehen keine Bücherstapel mehr herum.
