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Ein feinnerviges Geflecht aus Spannung, Psychologie und (atemraubender)

Vision (Heike Waldor-Schäfer, NRZ)


Der Autor debütiert hier mit einem gewagten und aktuellen Thema.

Krimizeit


Autor Erwin Kohl greift hochbrisantes Thema auf.

Lorelies Christian, Niederrhein Nachrichten


Sorgfältig zieht Autor Kohl die Fäden - Neue Ruhr Zeitung


Spannend bis zum grossen Finale hält Kohl seine Leser in Atem

Der Literaturkaffee


Lesermeinungen, veröffentlicht bei Amazon


 

 

 

Ein feinnerviges Geflecht aus Spannung, Psychologie und (atemraubender) Vision. Unter Zugzwang gerät der Leser schon auf  den ersten Seiten. Weiterlesen, pocht es einem da ins Hirn. Weiterlesen! Ein Buch, das man erst aus der Hand legt, wenn man die letzte Seite sicher hat. Doch auch dann wird die Anspannung nicht weichen, zu real ist diese Vision, diese Melange aus Machtgier, Wissenschaft und  manipuliertem Bewusstsein. Das Beunruhigende: Das alles geschieht nicht in einem fernen Land in einer fernen Zeit, sondern direkt vor unserer Haustür. Alles scheint wirklich, möglich?  Eines ist sicher: Für den, der unter „Zugzwang“ gerät, ist keine Zahnpastawerbung mehr das, was sie mal war. Erwin Kohl lässt den Leser in der beklommenen Gewissheit zurück, dass alles erst der Anfang ist. Heißt auch: Vorfreude auf den nächsten Trempe!

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Zugzwang
Kohl, Erwin
Rezension von Arielen

Es gibt Kriminalromane, in denen nicht das eigentliche Verbrechen im Vordergrund steht, sondern die Gründe, die dazu verleitet haben, die Geheimnisse, die bewahrt werden müssen und die Machenschaften, die nicht ans Licht kommen dürfen. Ähnlich ist auch Erwin Kohls "Zugzwang" aufgebaut. Der 1961 geborene Autor debütiert hier mit einem gewagten und aktuellen Thema.

Joshua Trempe von der Mordkommission Krefeld geht einem unerklärlichen Verbrechen nach. Ramon Schändler, Inhaber einer großen Werbeagentur, und dessen Frau werden brutal ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Zwar führt die Spur bald zu einem Rivalen in der Branche, aber auch der kann nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, weil er sich selbst das Leben nimmt.
Die Polizei will den Fall abschließen, doch Joshua Trempe glaubt aufgrund einiger Unstimmigkeiten nicht an den Selbstmord. Er ahnt, dass mehr dahinter steckt, da er inzwischen einige interessante Verbindungen der Werbeagentur zu einer Biotechfirma in Düsseldorf aufgedeckt hat. Was hat es zu bedeuten, dass deren Aktienkurs immer wieder hochsteigen und fallen und welche Ware bieten die eigentlich an? Und welche Rolle spielt die neu gegründete Partei, die auch noch ihre Finger mit im Spiel hat?
Der Hauptkommissar sticht in ein Wespennest, als er dahinter kommt was gespielt wird und schreckt die richtigen Leute auf. Plötzlich spielen im Großraum Düsseldorf die Menschen verrückt. Warum verweigern tausende von Pendlern die Reise mit den Zügen der Deutschen Bundesbahn und weshalb werden seine Kollegen dazu veranlasst bei einer ganz anderen Tankstelle anzuhalten als üblich?

Tatsächlich sind die Morde eher nur Nebensache in diesem sehr persönlichen Bruch. Die Handlung konzentriert sich vor allem auf Joshua Trempe. der auch noch mit massiven privaten Schwierigkeiten zu kämpfen hat und unter der Trennung von seiner Familie leidet. Wie auch seine Kollegen wird er sehr menschlich und lebendig dargestellt.
Um so feinfühliger reagiert Joshua Trempe dann aber auf die versteckten Manipulationen, die auf das Hauptthema des Romans hindeuten. Der Autor baut geschickt bereits durchgeführte Experimente ein und verbindet sie mit seinen gar nicht einmal so abwegigen Spekulationen, die einem einen kalten Schauer über den Rücken rinnen lassen, wenn man sich die Folgen ausmalt.

Was dabei heraus kommt ist ein interessanter wenn auch manchmal durch die Nebenhandlungen etwas langatmiger Thriller mit durchweg sympathischen Charakteren.

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Homepage "Krimizeit"


Niederrheinnachrichten vom 08.03.2006

Autor Erwin Kohl greift hochbrisantes Thema auf

Manipulation durch Wissenschaftler?

„Der Konkurrenzkampf ist brutal geworden. Wir ringen praktisch um jeden Käufer.“ Diese Antwort erhält Kommissar Trempe bei der Zeugenbefragung nach einem Doppelmord. Wie weit ging der Ermordete, um sich erfolgreich am Markt zu positionieren und wurde ihm das zum Verhängnis? Autor Erwin Kohl beschreibt in seinem gerade erschienenen Krimi „Zugzwang“ das Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Marktwirtschaft und Menschlichkeit. Die Ermittlungsarbeiten von Kommissar Trempe beim Doppelmord an dem Millionärsehepaar Schändler decken Verflechtungen auf, von denen der Leser hofft, dass sie nur fiktiv sind. Erwin Kohl betont ausdrücklich: „Es handelt sich nicht um Science-fiction, sondern um einen Kriminalroman, der sich an der Realität orientiert. Die beschriebene Brisanz erinnert an die Gentechnologie zu Beginn der achtziger Jahre. Die Wissenschaft hat wohl das Potential, die Gesellschaft mehr denn je zu verändern.“ Auf 372 Seiten nimmt Kommissar Trempe den Leser mit auf seine Spurensuche. Die Schauplätze kommen dem Niederrheiner bekannt vor, doch die brutale Machtgier erscheint ihm eher ungewöhnlich in der idyllischen Szene. Er fiebert mit bei der Suche nach dem Mörder. Trempe, ein Typ mit Ecken und Kanten, eigenem Bauchgefühl und ehrgeizigem Spürsinn wird dem Leser zur Sympathiefigur, der er mehr zutraut. So sieht es auch Erwin Kohl und daher schickt er Trempe in seinem neuen Buch „Grabtanz“ aus, um Giftmorde aufzuklären (Erscheinungsdatum Juli 2006) Hochaktuell ist auch das Thema des dritten Teils der Trilogie, bei dem es um Medizin und Viren geht. Erwin Kohl, geboren in Alpen, wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Ginderich. Seinen Beruf als Postbeamter gab er auf, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Seit 2002 schreibt er Romane und Kriminalgeschichten. Er ist Mitglied im „Syndikat“ (Autorengemeinschaft) und arbeitete bei der „Criminale 2004“ mit, die am Niederrhein stattfand. Bereits als Kind interessierte er sich für Krimis und Wissenschaft. In seinen Nebenjobs als Kinobetreiber, Friedhofsgärtner, Kneipier und Taxifahrer lernte er die Menschen kennen. Die Verantwortlichen im Verlag muss er meist erst überzeugen, dass seine Romanfiguren authentisch sind. Seine Leserschaft vom Niederrhein hingegen erkennt die beschriebenen Typen. Daher rührt auch der Verkaufserfolg der Neuerscheinung „Zugzwang“. Wer Erwin Kohl persönlich kennenlernen möchte, hat dazu Gelegenheit bei einer Lesung in der Gaststätte Neumaier in Xanten am 17.März.
Lorelies Christian

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NRZ Wesel über den neuen Roman Erwin Kohl:
03.03.2006 / LOKALAUSGABE / WESEL

SPANNUNG / Erwin Kohls neuer Krimi: Kommissar Trempe gerät in "Zugzwang".
Elizabeth George, Patricia Cornwell, Anne Holt, Kathy Reichs, Martha Grimes - und jetzt Erwin Kohl? Die Kollegen aus der Redaktion wollten für eine kurzweilige Unterbrechung meines tristen Krankseins sorgen und legten mir die Neuerscheinung des Büdericher Krimi-Autoren Erwin Kohl - "Zugzwang" - ans Herz. Zugegeben: Nach den zuvor verschlungenen Werken der genannten Buchautoren war ich schon ein wenig skeptisch. Also las ich zunächst einmal die Danksagungen am Ende des Taschenbuches - und stieß auf einen mir bekannten Namen: Hey, den Arzt kenne ich, stellte ich fest und legte in gespannter Erwartung los.Der erschossene Inhaber einer Werbeagentur auf einem Autobahn-Rastplatz, seine ebenfalls ermordete Ehefrau und ein Ermittler, der am Tatort bewusstlos mit einer Beule am Kopf vom zuständigen Staatsanwalt entdeckt wird - so konnte es weitergehen. Sorgfältig zieht Autor Kohl die Fäden, lässt Joshua Trempe von der Mordkommission Krefeld bei seinen Nachforschungen auf scheinbar unglaubliche Zusammenhänge, hervorgerufen durch "subliminale Botschaften", stoßen. Als wäre das nicht schon genug, muss sich das Team auch noch gegen einen "Maulwurf" aus den eigenen Reihen schützen. Denn die Täter sind den Fahndern immer einen Schritt voraus.Das bringt mich wirklich in "Zugzwang". Schießlich will ich wissen, was es mit diesen Botschaften auf sich hat, ob es so etwas tatsächlich gibt oder ob es nur Visionen eines Kriminalschriftstellers sind. Mein "Bekannter" - der Arzt aus der Danksagung - klärt den Kommisar auf und verursacht auch bei mir ein leichtes Schaudern. Zahnpasta-Reklame und Bier-Werbung bekommen so eine ganz neue, eine beinahe beklemmende Bedeutung.Dass Joshua Trempe den Fall löst und die Nation vor einer mit subtilen Methode arbeitenden Partei bewahrt, erwähne ich nur am Rande, in der Hoffnung, dass es weitere Ermittlungen für den smarten Kommissar mit dem unkonventionellen Outfit und den noch viel unkonventionelleren Methoden geben wird. (M.B.) "Zugzwang" von Erwin Kohl, erschienen im Gmeiner Verlag,

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Kommissar Joshua Trempe steht am Scheideweg. Die permanente Beanspruchung durch seinen Job beschert seiner Familie eine Zerreißprobe und dann stolpert er in einen neuen Fall hinein. Der Düsseldorfer Multimillionär Ramon Schändler !!! wird erschossen auf einen Autobahnparkplatz gefunden. Auch seine Frau findet man in der heimischen Villa den Weg tot auf. Trempe übernimmt mit teils recht unkonventionellen Methoden die Aufklärung des Falles und kommt dabei einer Geschichte auf die Spur, die nicht nur sein Vorstellungsvermögen, sondern auch das des Lesers beinahe sprengt. Es geht um subliminale Beeinflussung in großen Stil. In eine spannende Geschichte verpackt, schildert der Autor die Möglichkeiten, einer faszinierend, beängstigenden Technik zur Massenbeeinflussung. Spannend bis zum großen Finale hält Kohl seine Leser in Atem. Es gelingt ihm zu fesseln, denn der Leser hat Schwierigkeiten, den Roman aus der Hand zu legen, bevor sich die Buchdeckel schließen.

Erwin Kohl pflegt einen pragmatisch, eigenständigen Erzählstil, der ein wenig an Horst Eckert erinnert, ohne diesen zu kopieren.Nach diesem wirklich gelungenen, harten, Polizeiroman, hat sich Kohl selbst unter „Zugzwang“ gesetzt, denn die Erwartungen an den Nachfolger sind hoch.

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Homepage "Der Lietraturkaffee"


Ein beklemmendes Szenario. Dagegen ist 1984 ein Dreck!
Erwin Kohl greift ein Thema auf, das uns allen Angst machen muss.
Welche Möglichkeiten hat die Forschung, uns zu ihren Marionetten zu machen?
Bei allen Zukunftsprognosen wirkt dieser gut recherchierte Thriller sehr glaubhaft.
Und wie mit der Meinungsbildung, ist es auch mit diesem Buch. Wer angefangen hat, es zu lesen, verfällt in einen Bann und kann erst nach der letzten Seite wieder zum normalen Leben zurückkehren.

Hartmut Rißmann

 

Ein wirklich ungewöhnlicher, spannender und zukunftsweisender Kriminalroman aus deutscher Feder !!
Spannend bis zur letzten Seite und neugierig machend - aber auch Ängste unserer Zeit heraufbeschwörend.
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In dem Thema steckt eine enorme Brisanz. Am ehesten vergleichbar mit der Gentechnologie der achtziger Jahre. Diese Wissenschaft hat wohl das Potential, die Gesellschaft mehr denn je zu verändern.
Die kollektive Beeinflussung des menschlichen Bewusstseins wird, oder könnte durch so genannte subliminale Botschaften hervorgerufen werden.
Was sind subliminale Botschaften?
Wissentschaftlich gesehen fallen sie am ehesten in das Gebiet der Psycholinguistik. Die Geschichte dieser Botschaften geht bis in die fünfziger Jahre zurück.
Einer der ersten Versuche: Bei einer Filmvorführung in einem amerikanischen Kino wurde für Bruchteile von Sekunden das Wort *Popcorn* eingeblendet. Man erhoffte sich dadurch einen gesteigerten Umsatz dieses Nahrungsmittels. Das traf auch zu!
Fast ein halbes Jahrhundert weiter: Der amerikanische Präsidentschaftskandidat El Gore setzt diese Wissenschaft für seine Zwecke ein. In entsprechenden Spots wird das Wort *Rats* eingeblendet, welches Assoziationen zum politischen Gegner bewirken soll. Tatsächlich gehen Fachleute davon aus, daqmit fast drei Prozent der Wähler beeinflusst zu haben ...
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Im vorliegenden Kriminalroman "Zugzwang" von Erwin Kohl wird uns dieses Thema hautnah präsentiert.
Ramon Schändler, Inhaber einer großen Werbeagentur, und seine Frau werden brutal ermordet.
Und es geschehen sehr merkwürdige Ereignisse:
- der Aktienkurs der Firma erlebt einen völlig unerwarteten steilen Anstieg / und sodann des Crash ...
- bei einem Pferderennen kommt es zu völlig unerklärlichen Wetten und entsprechenden Verlusten & Gewinnen ...
- urplötzlich kommt es zu nicht erklärlichen Umsatzeinbrüchen bei der Tankstellenkette von Aral ...
- und völlig unerklärlich boykottieren von einem Tag auf den anderen Millionen von Pendlern die Deutsche Bahn ...
**Bedrohlich und unerklärlich**
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*Er fühlte sich schuldig und wusste nicht warum. Alles schien ihm zur Zeit zu misslingen. Sein Leben, das für ihn bis vor kurzem noch total in Ordnung war, drohte aus der Bahn zu geraten. Er kam sich so vor, als säße er auf dem Bahnhof seines Lebens und sämtliche Gleise waren leer.*
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Ein unglaublich faszinierender Kriminalroman: Zu real ist letztendlich diese Vision, diese Melange aus Machtgier, Wissenschaft und manipuliertem Bewusstsein.
Gewiss: Dieses ist alles erst der Anfang!
In heller Vorfreude auf den nächsten Kohl bzw. Kommissar Trempe verbleibt -- Reinhard Busse

 

Selten habe ich ein derart faszinierendes Buch gelesen. Als Krimi angepriesen hat dieser Roman Thrillercharakter. Detailliert gestaltete Figuren, die lebensnah rüberkommen. Spannung, die einen das Buch nicht mehr weglegen läßt und eine sagenhafte Handlung. Die Hintergrundgeschichte ließ mich noch Tage später nicht los. Zu real hat der Autor diese Visionen geschildert. So real, dass die Aufklärung der Morde fast nebensächlich erscheint. Ich hoffe jedenfalls stark auf ein Wiedersehen(lesen) mit dem sympathischen Hauptkommissar Joshua Trempe!

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