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Die Motte

Motte - das stammt aus dem französischen und bedeutet "Klumpen" oder auch "Erdklumpen". Es handelt sich dabei um einen turmförmigen Erdhügel, auf den eine Burg oder ein Turm gebaut wurde.

Im Falle der Alpener Motte, die Schauplatz des gleichnamigen Romans ist, handelte es sich um eine, nach manchen Überlieferungen sogar zwei Vorburgen, die um das Jahr 1200 errichtet wurden. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war die Burg bewohnt. Erst ein schweres Erdbeben im Jahre 1758 machte die Immobilie unbrauchbar. Sie stand leer und verrottete allmählich. Unter der Herrschaft von Napoleon wurde die Burg im Jahre 1809 abgetragen und die Steine für den Bau der sogenannten Chausseestraße, der heutige Burgstraße genutzt.
Noch heute existieren irgendwo tief unterhalb der Motte die Grundmauern der ehemaligen Vorburg zu Alpen. Als Bodendenkmal warten sie gewissermaßen auf einen Investor...

Im Spätsommer 1944 haben Alpener Bürger unter Anleitung erfahrener Bergleute einen ca. 40 Meter langen Stollen in den lehmigen Boden der Motte getrieben. Dieser als Bunker fungierende Stollen bot in den letzten Kriegsmonaten etwa 140 Alpenern Schutz und rettete ihr Leben. Auch diese Bunkeranlage gilt als Bodendenkmal.

Im Jahre 1974, zur 900 Jahrfeier der Gemeinde Alpen hatte der Gemeinderat mit dem Gedanken gespielt, diesen Bunker für die Feierlichkeiten zu öffnen. Sicherheitsbedenken vereitelten diesen Plan jedoch.